Türchen Nr. 9: Wem Sein Geld?


Türchen Nr. 9: Wem Sein Geld?

 

Wem Sein Geld?  −  UNSER GELD!  ‒  Bei den 29 Mio. Franken, die gemäss Abstimmungsbüchlein die HRS beisteure, handelt es sich um Gelder der Einwohnergemeinde Aarau!

 

Es ist die Stadt Aarau, welche der HRS AG mittels der Zonenplanänderung die Erstellung der vier Hochhäuser und eines Hotels ermöglicht. Es ist damit auch die Stadt Aarau, welche der HRS AG dadurch einen enormen Wertzuwachs auf den der HRS gehörenden Grundstücken beschert: Die Stadt macht die HRS AG damit um rund + 250 Mio. Franken reicher!

 

Einen ganz kleinen Teil dieser so genannten «Planungsvorteile» schöpft die Stadt Aarau gestützt auf Art. 28a Abs. 2 des Baugesetzes wieder ab: Nämlich 29 Mio. Franken. Dieser Betrag stellt die zwischen der Stadt und der HRS vereinbarte Abgeltung dar, welche die HRS an die Einwohnergemeinde leisten muss. Mit den 29 Mio. Franken wird ein (kleiner) Teil des Planungsmehrwerts ausgeglichen (die Verträge zwischen der Stadt bzw. der Stadion Aarau AG hält der Stadtrat geheim; er gibt sie auch auf ausdrückliche Anfrage nicht heraus!). Bei den 29 Mio. Franken handelt es sich um eine «Abgabe», welche die Grundeigentümerschaft an die Einwohnergemeinde zu leisten hat (bereits das Budesrecht verwendet den Begriff der «Abgabe» in Art. 5 des Raumplanungsgesetzes, welches die Grundlage des kantonalen Baugesetzes darstellt).  

 

Die 29 Mio. Franken, welche gemäss den Ausführungen im Abstimmungsbüchlein angeblich «die Bauherrschaft trägt», stellen daher in Tat und Wahrheit einen (weiteren) Beitrag der Einwohnergemeinde Aarau dar! Einen zusätzlichen Beitrag zu den in der Abstimmungsvorlage ausgewiesenen 17 Mio. Franken. Dies hätte erstens in der Volksabstimmung so ausgewiesen werden müssen. Es hätte also eine Volksabstimmung über 46 Mio. Franken durchgeführt werden müssen statt nur über 17. Mio. Franken. Und zweitens muss der Umstand, dass es sich bei den 29 Mio. Franken ganz klar um «öffentliches Geld» handelt, zwingend auch bei der Klärung der Submissionsrechtlichen Fragen berücksichtigt werden (vgl. dazu auch die Türchen Nr. 5 und 7)!

 

Die ‒ mindestens gedankliche ‒ Behandlung der 29 Mio. Franken als Eigentum der Einwohnergemeinde Aarau ist auch deshalb wichtig, weil es dem Vernehmen nach viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger geben soll, welche dieses Geld (total 46 Mio. Franken zuzüglich Folgekosten) lieber anders einsetzen würden als zur Erstellung eines Fussballstadions: Zum Beispiel zur Erstellung eines neuen Schwimmbades, eines polysportiven Zentrums, zur Wirtschaftsförderung, zur Verbilligung der Krippenplätze etc. etc.. Oder ‒ ganz profan ‒ zum Steuern senken.

 

 

==>> Daher: GEHEN SIE ABSTIMMEN!    Und stimmen Sie 2 x NEIN!

 

 

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Herzlichen Dank!

 

Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Demokratie#/media/Datei:Spqrstone.jpg

 

Stadion JA - Hochhausghetto NEIN!

Der Verein Torfeld Süd ist für ein Stadion für den FC Aarau.
Das vorliegende Projekt, der "Plan B", ist jedoch untauglich und muss abgelehnt werden.
Dies sind die Gründe:

Der Standort Torfeld Süd ist raumplanerisch untauglich.

Man stellt ein Stadion nicht mitten in eine Stadt!

Der Standort Torfeld Süd ist sicherheitstechnisch untauglich.

Mit dem vorliegenden Projekt ist die Sicherheit nicht gewährleistet, da die Fans von allen Seiten Zutritt zum Stadion und zu den Hochhäusern hätten. Dies widerspricht klar den bisherigen Versprechungen des Stadtrates, wonach ein Eindringen der Fan-Gruppen in das Torfeldquartier baulich verhindert werde. Es ist auf eine strikte Einhaltung der vorliegenden Sicherheitsregeln zu achten. Die bisher gültige Regelung, wonach der Zugang ins Stadion für die Fans nur von der Industriestrasse her möglich sei, ist zwingend einzuhalten. Den eindeutigen Weisungen der SFL (Swiss Football League), welche eine klare getrennte Zuführung der Gäste-Fans und der Fans des FCA  verlangen, ist strikte nachzukommen.

 

Angesichts der sehr hohen Anzahl Personen, die sich auf engstem Raum aufhalten werden, ist die Sicherheit weder für die Quartierbewohner*Innen, die Bewohner*Innen der Hochhäuser, die Stadionbesucher*Innen noch für die Bahnbenützer*Innen gewährleistet. Die bereits in den Baugesuchen 2009 und 2014 beanstandeten baulichen Verhältnisse bezüglich der Evakuationen bei Paniken, Anschlägen oder Feuer etc. entsprechen heute noch weniger der Realität, sind doch die Bewohner*Innen der rund 800 Wohnungseinheiten und des allfälligen Hotels mit einzubeziehen.

 

Die Anfahrtswege und Bereitstellungsräume für die Blaulichtorganisationen via Untere Torfeldstrasse und Florastrasse sind schriftlich zu belegen und mit baulichen Massnahmen (Poller, Parkierungshindernissen) sicherzustellen.

Hochhäuser in dieser Dimension haben zu viele negative Auswirkungen.

Platzsparendes Bauen, Verdichtung, ist das Gebot der Stunde. Da sind doch Hochhäuser genau das Richtige? Leider Nein! Mit Hochhäusern gelingt es zwar, viel Wohnfläche auf wenig Standfläche zu realisieren. Dabei geht aber vergessen, dass Wohnen nicht das einzige Bedürfnis ist, welches Platz braucht. Die Menschen müssen sich auch versorgen können, haben ein Sozialleben, gehen einer Arbeit nach, haben Freizeit, die sie irgendwo verbringen wollen. Alle diese Bedürfnisse können in einem Hochhausquartier nicht befriedigt werden. Die Folge sind lange Wege zur Arbeit, zum Einkaufen und in der Freizeit. Hinzu kommen die negativen Auswirkungen von Hochhäusern in der unmittelbaren Umgebung: Schattenwurf, Stadtbild etc.

Über uns

I. Wer ist der Verein Torfeld Süd?

Im Verein Torfeld Süd haben sich AnwohnerInnen, Fachleute aus Raumplanung, Stadtentwicklung, Architektur, Recht und Sicherheit sowie weitere Interessierte zusammengeschlossen, um sich für eine möglichst verträgliche Entwickung im Torfeld Süd einzusetzen.

II. Was will der Verein Torfeld Süd?

1. Politisch

Politisch sind wir für ein Stadion für den FC Aarau, das vorliegende Projekt "Plan B" hat jedoch zu viele Mängel (siehe Stadion Ja - Hochhausghetto Nein) - daher empfiehlt der Verein ein Nein bei der kommenden Abstimmung am 24. November 2019.

2. Rechtlich

Sollte der "Plan B" wider Erwarten vom Volk gutgeheissen werden, so muss das Projekt wenigstens alle rechtlichen Rahmenbedingungen einhalten. Das heisst:

  1. Einhaltung der korrekten Verfahrensabläufe
  2. Einhaltung der Umwelt-, Lärmschutz-, Verkehrs- und Sicherheitsbestimmungen
  3. Quartierverträgliche Optimierung des Projekts bezüglich Städtebau, Umgebungsqualität, Verkehrserschliessung etc.

Beim "Plan B" sind bisher alle drei Anforderungen nicht erfüllt (vgl. die entsprechenden Rechtsschriften unter Aktuelles). So lange dies der Fall ist, wird der Verein Torfeld Süd die AnwohnerInnen bei ihrem rechtlichen Vorgehen gegen das Projekt unterstützen. 

Mitmachen

Kontakt

Postadresse:
Verein Torfeld Süd
5000 Aarau

info@verein-torfeldsued.ch
www.verein-torfeldsued.ch
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Für ein lebendiges, neues, modernes und lebenswertes Quartier Torfeld Süd – und gegen das Stadion-Hochhaus-Sozial-Ghetto – unterstützen auch Sie den Verein-Torfeldsüd.ch mit einer Unterschrift oder mit einer Spende!